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Private Vorsorge für sich und die Familie
Gesetzliche Rentenversicherung (DRV Bund): Das neue Rentenpaket tritt zum 01.07.2014 in Kraft. Rente ab 63, zwei Jahre früher abschlagsfrei in Rente für "Alle", die seit 45 Jahren Beiträge zahlen. Die Generation Y und die folgenden Generationen werden dafür zahlen. Das neue Rentenpaket enthält vier Bestandteile. Wusste Norbert Blüm 1986 bereits schon mehr, als er seinen Leitsatz "Denn eins ist sicher: Die Rente" verkündete? 

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Thema: Der Deutsche Bundestag hat heute am 23. Mai 2014 kurz vor 13.00 Uhr das neue Rentenpaket genehmigt. Es besteht aus vier Bausteinen:              Rente mit 63 (abschlagsfreie Altersrente mit 63), Mütterrente, Erwerbsminderungsrente, höhere Reha-Budgets.
Der Bundestag hat die neue Rentenreform, die durch Frau Andrea Nahles auf den Weg gebracht war, verabschiedet. Zum 01.07.2014 treten die 4 neuen Bausteine des neuen Rentenpaketes in Kraft.

abschlagsfreie Rente ab 63

Die abschlagsfreie Altersrente erhalten alle Personen, die besonders lange gearbeitet und 45 oder mehr Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. In der Vergangenheit und voraussichtlich bei einer zukünftigen Rentenreform (wenn die finanziellen Mittel aufgezehrt sind oder die bezahlende Bevölkerung sich der drohenden Altersarmut stellen), war ein vorzeitiger Renteneintritt nur mit einem dauerhaften Rentenabschlag (0,3 % pro Monat) möglich.

Auf die 45 Beitragsjahre zählen folgende Zeiten:

* Arbeitslosengeld I (Ausnahme: 2 Jahre vor Rentenübertritt).
* berufliche Weiterbildung.
* freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung (wenn mindestens 18 Jahre Pflichtversicherung vorlag).
* Kindererziehung bis zum zehnten Lebensjahr des Kindes.
* Kurzarbeit.
* Pflege von Angehörigen.
* selbständige Tätigkeit.
* Wehrdienst und Zivildienst.
* Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers.

Personen, die die aufgeführten Vorzeiten erfüllen, das 63. Lebensjahr erreicht haben, kein Arbeitslosengeld I in den letzten Jahren 2 Jahren (Ausnahme: Insolvenz / Betriebsaufgabe) bezogen haben, können ab dem 01.07.2014 auf Antrag, Ihre Renten ab 63 beantragen.

In der Regel handelt es sich um die Jahrgänge ab 1950 oder früher. Ab 2016 wird diese Altersgrenze schrittweise in Zweimonatsstufen je nach Geburtsjahr auf 65 Jahre angehoben.

Laut einer Umfrage waren 76 %  (768 Personen) der telefonisch befragten Personen ab 18 für die Rente ab 63.

Das neue Rentenpaket kostet bis 2015 ca. 9 Mrd. €. Bis 2020 ca. 9,3 Mrd. € und bis 2030 ca. 11 Mrd. €.

Ca. 200.000 Personen haben für 2014 die Möglichkeit, Ihre abschlagsfreie Rente mit 63 zu beantragen.

Bei einer monatlichen durchschnittlichen Altersrente in Deutschland (alte Bundesländer) von 695 (Neuzugang) ist das ein Kapitalbedarf von EUR 150.000.000. 

Mütterrente

Durch die neue Mütterrente wird mehr Geld für die Erziehungsleistungen ab dem 01.07.2014 angerechnet.

Hier werden die Erziehungszeiten für Kinder mit einem Geburtsjahr 1992 oder früher angesetzt. Es muss kein Antrag für die Anrechnungen der Rentenpunkte beantragt werden. Die erste Auszahlung wird rückwirkend zum 1. Juli 2014 veranlasst, Ende am 31.12.2014. 

Bisher wurde für ein Kind ein Rentenpunkt angerechnet. Ein Rentenpunkt entspricht monatlich ca. 28 €. 100 € Beitragszahlung in die gesetzliche Rentenversicherung entspricht 0,44 € Rentenleistung.

Zukünftig wird für ein Kind zwei Rentenpunkte angerechnet. Statt bisher 28 € pro Kind und pro Monat wird ab dem 01.07.2014 56 € pro Kind und pro Monat angerechnet.

Laut einer Umfrage waren 79 %  (798 Personen) der telefonisch befragten Personen ab 18 für die neue Mütterrente.

Ca. 9,5 Mio. Frauen werden 2014 von der Mütterrente profitieren.

Erwerbsminderungsrente 

Personen, die nicht mehr in der Lage sind zu Arbeiten oder diese, nur eingeschränkt auszuüben, bekommen eine Erwerbsminderungsrente. Die neue Erwerbsminderungsrente sieht verlängerte Zurechnungszeiten und eine Günstigerprüfung vor.

Bisher wurde bei der Rentenberechnung eines Berechtigten, der eine Erwerbsunfähigkeit bezogen hatte und in die vorgezogene Altersrente zum 60. Lebensjahr übertreten musste, berechnet.

Durch die verlängerte Zurechnungszeit in der Erwerbsminderung wird das durchschnittliche Einkommen bis zum Alter 62. angesetzt.

Mit der verbesserten Günstigerprüfung werden zukünftig die letzten 4 Jahre vor dem Eintritt in die Erwerbsminderungsrente, nicht mehr mit einbezogen, sofern dieser Zeitraum zu einer reduzierenden Erwerbsminderungsrenten führen würde. In der Regel geht ein Krankheitsfall voraus, bevor man die Erwerbsminderungsrente erhält. Aus diesen Gründen fallen die sonstigen Überstunden weg oder Sie entscheiden sich für den Übertritt von Vollzeit auf Teilzeit. Diese Gründe werden ab dem 01.07.2014 nicht mehr zur Berechnung Ihrer Erwerbsminderung herangezogen, sofern diese in die letzten 4 Jahre hineinfallen.

Laut einer Umfrage waren 78 %  (788 Personen) der telefonisch befragten Personen ab 18 für die neue Erwerbsminderungsrente.

Durch diese neuen Regeln werden ca. 180.000 Erwerbsminderungsrentner pro Jahr in den Genus kommen.

Höheres Reha-Budget

Es wird ein höheres Budget für Rehabilitation bereitgestellt, damit die Anpassung an die bestehende demographische Entwicklung ausgeglichen werden kann. In der Vergangenheit wurde das Budget für Rehabilitationen auf die Lohnentwicklung abgestellt. Ab 2017 sollen diese derzeitigen demographischen Budgeterhöhung wieder reduziert werden.

Genaue Details können Sie über das Bundesministerium für Arbeit und Soziales einsehen.



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OLIVER VELLEMAN
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