WAS IST EINE BETRIEBLICHE ALTERSVORSORGE?

Betriebliche Altersvorsorge: Was ist das - Definition Betriebliche Altersvorsorge?

WAS VERSTEHT MAN UNTER EINER BETRIEBLICHEN ALTERSVORSORGE?

Wir unterscheiden den Begriff der betrieblichen Altersvorsorge zwischen der umgangssprachlichen und der gesetzlich festgelegten Definition.

Eine betriebliche Altersvorsorge bezeichnet man auch als Betriebsrente, betriebliche Altersversorgung oder kurz bAV. Die betriebliche Altersvorsorge kann nur über einen Arbeitgeber umgesetzt werden.

Was versteht man umgangssprachlich unter der Definition einer betrieblichen Altersvorsorge?

Eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist ein Vorsorgeweg, mit dem man grundsätzlich persönliche Absicherungen seines Lebensstandards über seinen Arbeitgeber vornehmen kann. Wir haben Dir hier ein Tutorial angehängt: Was ist eine betriebliche Altersvorsorge?

Diese Vorsorgeleistungen werden von einer betrieblichen Altersvorsorge bereits vor dem Renteneintritt bezahlt:

  1. Berufsunfähigkeitsleistungen:
    Sofern man in der betrieblichen Altersvorsorge eine Absicherung der Berufsunfähigkeit (monatliche Berufsunfähigkeitsrente) vorgenommen hat, erhält man im Leistungsfall diese Vorsorgeleistung bereits vor dem Renteneintritt. Die Leistung aus der Berufsunfähigkeitsrente bezeichnet man oft als Invaliditätsleistung.

  2. Hinterbliebenenleistungen:
    Verstirbt die versicherte Person in der Ansparphase, werden die abgesicherten Leistungen an die festgelegten Hinterbliebenen ausbezahlt.

Diese Vorsorgeleistungen werden von einer betrieblichen Altersvorsorge zum Rentenbeginn bezahlt:

  1. Ablaufleistungen aus der betrieblichen Altersvorsorge:
    Zum Ende des Vertrages und mit dem Übertritt in den Ruhestand stehen Ihnen grundsätzlich zwei Leistungsoptionen aus der bAV zur Verfügung:

    a) Einmalige Kapitalleistung:
        Sie erhalten das gesamte angesparte Kapital mit dem Zins und Zinseszins.

    b) Lebenslange Altersrente:
         Entscheiden Sie sich für die Rentenzahlung, erhalten Sie lebenslang eine Rentenzahlung. Diese wird vom Versorgungsträger auch dann bezahlt, selbst wenn das gesamte Kapital aufgrund Ihrer Langlebigkeit, bereits durch die laufende Rentenzahlung schon lange aufgezehrt ist.

  2. Hinterbliebenenleistungen:
    Verstirbt die versicherte Person in der laufenden Rentenzahlung, erhalten die festgelegten Hinterbliebenen im vereinbarten Rahmen das Restkapital.

Warum funktioniert die betriebliche Altersvorsorge (bAV) nur über den Arbeitgeber?

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) kann nur über den Arbeitgeber umgesetzt werden. Folglich muss für die Umsetzung einer betrieblichen Altersvorsorge immer ein Arbeitsverhältnis bestehen und ein Gehalt / Lohn vereinbart und ausbezahlt werden.

Die Betriebsrente kann auf Wunsch durch den Arbeitnehmer oder durch den Arbeitgeber veranlasst werden. Die Umsetzung der bAV erfolgt durch das Arbeitsrecht immer über den Arbeitgeber. Der Arbeitgeber erteilt eine schriftliche Versorgungszusage an den Arbeitnehmer mit den vereinbarten Versorgungsleistungen, die wird in der gesetzlich festgelegten Definition der betrieblichen Altersvorsorge detailliert aufführen werden.

Der Arbeitgeber ist grundsätzlich immer Versicherungsnehmer (Vertragsinhaber) in betrieblichen Altersvorsorge, wenn die zugesagten Versorgungsleistungen über den versicherungsrechtlichen Lösungsweg umgesetzt wird. Der Mitarbeiter ist die versicherte Person, dem die Leistungen zum vereinbarten Zeitpunkt ausbezahlt wird.

Was versteht man gesetzlich unter der Definition einer betrieblichen Altersvorsorge?

Die betriebliche Altersvorsorge wird gesetzlich im Betriebsrentengesetz (BetrAVG) geregelt. Im § 1 Abs. 1 & 2 BetrAVG steht die Definition der betrieblichen Altersvorsorge. Bei der bAV erteilt der Arbeitgeber aufgrund eines Arbeitsverhältnisses an seinen Arbeitnehmer entsprechende Leistungen der Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung. Diese Zusage des Arbeitgebers auf betriebliche Altersvorsorge kann unmittelbar oder mittelbar über einen Versorgungsträger erfolgen.

Warum ist die betriebliche Altersvorsorge für jeden Arbeitnehmer so interessant?

Jeder Arbeitgeber haftet für die zugesagten Versorgungsleistungen einer betrieblichen Altersvorsorge gegenüber dem Arbeitnehmer (§ 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG). Der Arbeitgeber steht immer für die Erfüllung der von ihm zugesagten Leistungen ein, unabhängig der Finanzierung durch den Arbeitgeber oder Arbeitnehmer.

Bei einer Finanzierung über den Arbeitnehmer werden die Beiträge grundsätzlich steuer- und sozialversicherungsfrei vom Bruttoeinkommen finanziert.

Wie funktioniert die Entgeltumwandlung in der betrieblichen Altersvorsorge beim Arbeitgeber?

Wir haben Dir hier ein Tutorial der Entgeltumwandlung in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) hier angehängt.

 

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